Oh nein, Recyclingpapier. Echt jetzt?

Wie passt im Zeitalter der Digitalisierung das, was Steinbeis Papier herstellt, in die expandierende Welt von Displays, Apps und Clouds? Das fragen uns immer wieder Verbraucher. Und wir von Steinbeis antworten: Druck- und Kopierpapiere aus 100 Prozent Altpapier haben ihren Zenit noch längst nicht überschritten. Im Gegenteil. Es wird immer noch gerne und viel gedruckt – in Unternehmen, Ministerien und Büros. Auch wenn Kommunikation, Verwaltung und Geschäftsprozesse immer digitaler werden, das analoge Produkt Papier bleibt ein Teil in dieser Entwicklung. Und es leistet als Recyclingpapier etwas Außergewöhnliches: es trägt zum Erhalt der Biodiversität bei. Also wenn Papier, dann Recyclingpapier. Echt jetzt!

Intensiver Einsatz von Papier in Büros

Druck- und Kopierpapiere werden nach wie vor intensiv und in hohen Mengen eingesetzt. Ein Beispiel: In Verwaltungen und Büros sind rund 21 Millionen Beschäftigte, die jeder pro Tag rund 25 Blatt Papier ausdrucken. Trotz Umstellung auf elektronische Akten, Dokumentenmanagement, Kollaborationsplattformen usw. sind wir noch weit entfernt vom papierlosen Büro – das im Übrigen schon seit über 10 Jahren herbeiredet wird. Verschiedene Befragungen bestätigen, dass bei Mitarbeitern immer noch eine relativ hohe Papiertreue existiert und Vorgänge gerne in Akten archiviert werden. Nur hier mal als Nebenbemerkung: moderne Recyclingpapiere können mehrere 100 Jahre archiviert werden. Eine Produkteigenschaft, auf die das Umweltbundesamt[1] verweist und welche die DIN 6738 bestätigt.

Es geht um mehr als Recyclingpapier, es geht um Nachhaltigkeit

Den Einsatz von Druck- und Kopierpapieren aus dem Kreislauf in den Verbrauchergruppen zu steigern, ist ein Ziel. Ein anderes: Nachhaltigkeit als Industrie- und Geschäftsmodell in unserer Branche zu fördern. Die Entwicklungen beim ökologischen Fußabdruck bestätigen die Richtigkeit und Notwendigkeit dessen, was wir seit über 40 Jahren erfolgreich machen: Die Potenziale von Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit konsequent über die gesamte Wertschöpfungskette zu nutzen – von der Beschaffung, über die Produktion sowie die Rohstoff- und Ressourcennutzung. Um den Verbrauch wertvoller Ressourcen wie Wasser, Energie, Holz zu drosseln. Umweltschützer warnen: bereits im April 2017 hatte Deutschland Ressourcen überzogen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der ökologische Fußabdruck immer größer wird und die Menschheit bis 2030 zwei Planeten benötigt, um ihren Ressourcen- und Rohstoffbedarf zu befriedigen. Der Film „Downsizing“ mit Matt Damon handelt von diesem Thema. Als Unternehmen, das auf Ressourcen angewiesen ist, um die Produktivität zu sichern, hatten wir schon in den 70gern eine „ökologische Modellierung“ unseres Industriestandortes vorgenommen. Nach dem Prinzip „Paper made from paper“ produzieren wir ausschließlich Papiere aus 100{bce34fe752fee42405d7b2971ae7add4c268f2caf7debb453a9c6f1c45367518} Altpapier.

Senkung des ökologischen Fußabdrucks

Als traditionsreiches, 1911 gegründetes Papierunternehmen, kennt Steinbeis beide Seiten. Die klassische Papierproduktion, die auf einer primären Rohstoff- und intensiven Wasser- und Energienutzung basiert. Und die CO2-arme, ressourcen- und umweltschonende Herstellung von Büro-, Magazin- und Digitaldruckpapieren. Mit der Altpapierverwertung, dem am Standort integrierten energieeffizienten KWK-Kraftwerk (Kraft-Wärme-Kopplung) und den ökologisch-integrierten Herstellungsverfahren betreibt Steinbeis eine der modernsten Recyclingpapierfabriken Europas. Auch bei den Papierentscheidern und Einkäufern in Unternehmen werden immer häufiger nachhaltige Druck- und Kopierpapiere gefordert – von vielen solche mit Blauer-Engel-Qualität, also aus 100 Prozent Altpapier. Maßnahmen zum Schutz von Umwelt, Ressourcen und Klima, das grüne Büro, die Senkung des ökologischen Fußabdrucks sind Ansätze, die in allen Unternehmensgrößen verfolgt und propagiert werden. Recyclingpapier ist eine wirkungsvolle und zentrale Maßnahme, um dem massiven Ressourcenverbrauch gegenzusteuern und die eigene Nachhaltigkeit zu unterstreichen. Und gut aussehen tun sie obendrein: die moderne Generation an hochweißen Recyclingpapieren. Also: Recyclingpapier? Oh, ja.

Titelbild: iStockphoto

[1] Umweltbundesamt, Recyclingpapier, Antworten auf häufig gestellte Fragen, https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/faq_recyclingpapier_0.pdf

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Veronika Warmers

Veronika Warmers

Verantwortet das Marketing, den Bereich Social Media und e-business bei Steinbeis Papier. Kreislaufwirtschaft, Recycling und Biodiversität sind die Themen, die der diplomierten Betriebswirtin am Herzen liegen. Begeisterte Bloggerin des Steinbeis Redaktionsteams.

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